Re: "ausräumsicherer" Futterspender ?
[ Das Sittichfreunde-Forum von Sittiche Online ] Geschrieben von Silke am 21. März 2000 08:50:15:
Als Antwort auf: geschrieben von Ela am 20. März 2000 18:59:50:
Liebe Ela,
wenn Du das Futter rationierst, was man ja bei Wellensittichen grundsätzlich machen sollte, da sie aufgrund ihrer natürlichen Instinkte in der Regel mehr Nahrung aufnehmen, als sie im Moment tatsächlich benötigen und - weil die Umweltbedingungen für sie in Gefangenschaft aber nicht annähernd so hart sind wie in der Natur - es auch nicht verwerten, sondern verfetten und krank werden.
Erhalten sie nur das Futter, was sie täglich benötigen (Futterspender machen also gar keinen Sinn), werden sie es nicht verschwenden. Es kann natürlich sein, daß sie es trotzdem "ausräumen", ja teilweise sogar den ganzen Napf aushebeln. Das hängt auch oftmals - neben bloßem Spieltrieb - damit zusammen, daß sie ihr Futter gern am Boden suchen.
Um Spieltrieb und Futtersuchtrieb gerecht zu werden, kann man die Körner in einen großen Blumenuntersetzer mit Buchenholzgranulat oder Hanfstreu oder irgendwelchen anderen ungefährlichen Substraten geben, wo sie die Körner unter der Masse herauspicken müssen.
Das auf eine große Schale mit Streu und Körnern auch mal ein oder zwei Häufchen gelangen, ist nicht tragisch, sofern man eine regelmäßige Hygiene beachtet. Die Käfigumgebung muß (und darf auch nicht) keimfrei sein, sondern einfach normal sauber. Viel schlimmer als das eine Häufchen Kot im Futternapf sind die beliebten Trinkröhrchen, in denen sich dicker Bakterienschlamm ablagert und deren Ritzen und Ecken kaum gründlich gesäubert werden können. Da ist frisches Wasser schon nach wenigen Stunden wieder völlig verkeimt.
Du kannst ja mal mit dem Finger an der Gefäßwand entlangfahren, dann kannst Du Belag sogar fühlen, dazu braucht man nicht einmal ein Mikroskop.
Gruß, Silke.