Zu spät reagiert?!
[ Das Sittichfreunde-Forum von Sittiche Online ] Geschrieben von Heide am 30. November 1999 00:08:12:
Am 27.11.99 ist mein kleines grünes Wellensittichweibchen Bonnie gestorben. Sie wurde nur ein Jahr alt. Bereits eine Woche zuvor zeigte Sie leichte Symptome einer Erkältung, die sich in Form von leichten rasselnden Atemgeräuschen äußerten. Ich dachte mir solange das Tierchen frißt,sich putzt,mit ihrem Freund Timmi spielt und sich mit Laura, einem anderem Weibchen, weiterhin streitet, so wird es Ihr nicht so schlecht gehen, als das Sie sich nicht von selbst erholt. Weit gefehlt,irgendwie habe Ich den Ernst der Situation wohl verkannt, nicht bemerkt, daß es dem Tier kontinuierlich schlechter ging, dieses war auch irgendwie nicht so ersichtlich und Ich denke,daß Ich meine Tiere schon gut im Auge habe. Auf jeden Fall war es dann am Wochenende zu spät, morgens flog Sie noch mit den anderen dreien aus dem Käfig, blieb aber dann ruhig in einer Ecke sitzen. Als ich auf Sie zukam machte sich die Kleine aus dem Staub, man merkte jedoch, daß Sie völlig erschöpft war. Nachdem ich Bonnie ohne Probleme in die Hand nehmen konnte,war für mich klar der Gang zum Tierarzt ist längst überfällig. Als Ich das Tier in der Hand hatte viel mir auf,daß Sie einen sehr prallen Bauch hatte der bräunlich verfärbt war und ich dachte unter anderem an Legenot oder einen Darmverschluß. Der Vogeltierarzt hatte jedoch keinen Dienst, so daß ich an eine Tierärztin geraten bin, die lediglich meinte, der Vogel sei in einem jämerlichen Zustand und sie wolle Ihn nicht in die Hand nehmen, da er sonst einen Herzinfarkt bekommen könnte. In dem Moment hatte ich einen Kloß im Hals. Der Zustand des kleinen Vogels hatte sich innerhalb einer halben Stunde so verschlechtert, daß selbst ich nicht mehr glaubte er sei noch zu retten. Auf jeden Fall flößten wir Ihr das mitgegebene Tetracyclin und Vitaminpräparat ein. Ohne Erfolg! Zwischen dem morgendlichen Ausflug aus dem Käfig und dem Tod des Vogels vergingen zwei Stunden. Ich hätte nicht gedacht, daß es so schnell gehen würde. Nach der ganzen Aufregung und vielen Tränen bemerkte ich dann das mein anderes Weibchen auch wie ein Uhrwerk tickte und fing dann gleich an, Ihr das Medikament einzuflößen. Mit Erfolg, zum Glück. Sie tickt nur noch ein wenig. Meine Fragen sind: Hat irgendjemand eine Ahnung, ob die leichte Erkältung (kein Nasenausfluß oder ähnliche schlimme Symptome), welche offensichtlich vorhanden war, etwas mit der Baucherscheinung (siehe oben) zu tun hat,die Ich festgestellt habe (Legenot war es nicht, ich konnte nach dem Tod kein Ei spüren). Weiterhin ist es so, daß das andere Weibchen teilweise riesige Kotballen absetzt und sich dabei häufig heftig anstrengt, sonst ist sie aber total normal wie immer. Dieses Symptom ist das erste Mal vor drei Monaten aufgetreten, dann wieder verschwunden und taucht jetzt wieder auf. Ob das bei Weibchen häufiger vorkommt und krankhaft ist, wüßte ich ebenfalls sehr gerne. Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand eine Antwort geben könnte.
Traurige Grüsse
Heide