Frage an Silke wg. Tumor
[ Das Sittichfreunde-Forum von Sittiche Online ] Geschrieben von Connie am 30. November 2000 21:28:29:
Leider ist es für meinen Kleinen Sittich schon zu spät, er starb vor drei Wochen. Etwas läßt mich aber nicht zur Ruhe kommen: Hätte ich ihm helfen können, wenn ich die Anzeichen eher erkannt und richtig gedeutet hätte?
1. Vor drei Jahren fing es damit an, daß sich die Nasenwachshaut von blau nach braun verfärbt hat, und das Braune auch wucherte, die Nasenlöcher aber frei blieben. Der Arzt meinte, daß das eine hormonelle Umstellung sein muß. Zu diesem Zeitpunkt mußte ich beruflich am Tag länger außer Haus sein. Mein Sittich war sehr auf mich geprägt. Vielleicht eine Reaktion darauf?
2. Im März dieses Jahres war sein Gefieder eines Morgens voller Speichel. Gab ihm sofort Rotlicht, nachmittags sofortige Besserung, danach alles in Ordnung. Dachte damals an eine Vergiftung, da er den Käfig ab und zu beknabberte. Oder waren es doch schon die Vorzeichen des Tumors?
3. September dieses Jahres starke Mauser. Verlieren von sehr viel Federn. Danach sehr erschöpft. Durchfall fing an. Gab ihm Bene Bac (Pulver) ins Wasser. Korvimin zur Vitamin- und Mineralstoffversorgung. Wollte ihn sich erstmal erholen lassen von den Strapazen der Mauser und ihn nicht gleich zum Tierarzt bringen, da ich sehr schlechte Erfahrungen mit den Tierärzten hier in Wiesbaden habe und dem Sittich nicht noch zusätzlichen Stress aufbürden wollte.
4. Plötzlich trat eine Besserung ein und er baltzte und spielte mit den anderen beiden Sittichen nicht wie gewohnt, sondern eher noch hektischer und aufgedrehter.
5. Dann im Oktober von einen Tag auf den anderen, sehr kränkliches Aussehen. Wippen mit dem Schwanz und den Flügelchen beim Atmen. Große Schwierigkeiten beim Kotabsetzen. Setzt Kot nur etwa alle 1 1/2 Stunden ab und dann im großen wäßrigen Ballen. Nach etlicher rumtelefoniererei endlich Tierarzt gefunden der Hausbesuch macht. Ertastet Tumor (Nieren- oder Hodentumor kann man nicht sagen). Mir ist es aber auch erst vor einem Tag aufgefallen das das Bäuchlein etwas dicker wird. Bekommt Vitamin- und Antibiotikaspritze mit 5-Tage Depot. Solange sitzt er dann auch noch auf seinem Lieblingsplätzchen, unter Rotlicht. Geht auch immer noch auf seinen Schlafplatz, aber mit großer Mühe. Tumor wächst deutlich zu erkennen von Tag zu Tag. Am 10. Tag nach äußerem sichtbar werden des Tumors, und nach vier Tagen Atemschwierigkeiten ist er dann erlöst worden.
Meine brennende Frage: Hätte ich irgendwann in den drei Jahren durch Gabe von irgendetwas (Hormone, früherer Einsatz von Antibiotika, Homöopathie, Medikamente), verhindern können das der Tumor anfängt zu wachsen?