Für die Einträge sind alleine die Poster verantwortlich.Alle IP-Adressen werden registriert.Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen!
Sponsor Sponsor Sponsor

Re: Frage an Silke wg. Tumor


[ Das Sittichfreunde-Forum von Sittiche Online ]


Geschrieben von Silke am 04. Dezember 2000 08:48:29:

Als Antwort auf: Re: Frage an Silke wg. Tumor geschrieben von Connie am 01. Dezember 2000 21:54:09:

>- Die Ausdrucksweise war ein Fehler meinerseits. Sorry. Der TA sagte wahrscheinlich hormonelle Probleme.

Ja, das waren hormonelle Probleme. Ein Vogelarzt hätte sicherlich sofort die Verbindung zum Hodentumor hergestellt, der in diesem Fällen sehr wahrscheinlich ist. Daß das aber keine Rettung automatisch bedeutet, habe ich Dir aber schon geschrieben...


>>> Zu diesem Zeitpunkt mußte ich beruflich am Tag länger außer Haus sein. Mein Sittich war sehr auf mich geprägt. Vielleicht eine Reaktion darauf?

Es kann den Verlauf der Krankheit beeinflussen, wenn ein Vogel sich einsam oder eben geborgen fühlt. Da geht es den Tieren wie den Menschen, insofern kann es eben auch sein, daß ein Vogel sich erst einmal wieder etwas wohler fühlt, sofern der Verlauf der Krankheit es zuläßt. Heilen kann mein einen Tumor mit Liebe und Zuwendung leider nicht, vielleicht aber den Verlauf der Krankheit etwas verzögern.


>- Was mir noch eingefallen ist und was echt seltsam ist:
>Als ich nach dem ersten Jahr der Wachshautumstellung für drei Wochen Urlaub hatte, und so viel Zeit mit meinem Sittich verbringen konnte, wechselte die Farbe des Näschens wieder auf ein kräftiges Blau. Als ich wieder arbeitete, wechselte die Farbe innerhalb weniger Wochen wieder in das Braun zurück, daß er vorher schon hatte????? Danach wurde das Näschen nie mehr Blau. Auch wenn ich mal wieder mehr Zeit hatte. Kannst Du Dir das erklären?

Genau das könnte hier passiert sein. Ich bin kein Vogelpsychologe, aber warum soll bei einem Vogel nicht das funktionieren, was auch beim Menschen hier und da zutrifft, das die psychische Ausgeglichenheit positiv auf eine Erkrankung, zumindest zeitweise wirkt? Ein Mensch ist biologisch ja auch nur ein Tier. Die Zuwendung könnte dem Vogel, dessen Erkrankung in diesem Stadium noch nicht tödlich war, eine kurze Erholungsphase gebracht haben, wobei man sagen muß, das sie in keinem Fall von Dauer gewesen wäre. Irgendwann hätte der Tumor wieder seinen Tribut verlangt.

Aber, es ist zumindest kein Geheimnis, daß einsame Vögel sich schneller aufgeben und daß gerade im Winter, wenn die Sonne fehlt, mehr Tiere (und auch Menschen, gerade um die Weihnachtszeit) sterben...
>
>>> Im März dieses Jahres war sein Gefieder eines Morgens voller Speichel.
>>Man müßte wissen, welche Farbe der "Speichel" hatte, handelte es sich um Kropfschleim, um verfärbten Kropfschleim?
>- Er sah so aus als ob er gerade gebadet hätte. Der Speichel war farblos, vermehrt auf dem Rücken vorhanden.

Hm, vielleicht war es gar kein Speichel. Ich kenne solch farblose Sekrete in großer Menge nur aus den Nasenlöchern, also bei einer Rhinitis. Da ist dann aber auch die Stirn sehr auffällig verklebt. Und wie das nun gerade auf den Rücken kommt, tut mir leid, da muß ich wirklich passen, da kann ich nichts Sinnvolles beisteuern...

>>> Plötzlich trat eine Besserung ein und er baltzte und spielte mit den anderen beiden Sittichen nicht wie gewohnt, sondern eher noch hektischer und aufgedrehter.
>>Wie lange hielt diese Phase an? Es ist normal, daß gerade bei Tumorpatienten sich Aktiv- und Schwächephasen ständig abwechseln. In der Regel dauern die Aktivphasen aber nur Stunden...
>- Es waren vielleicht knapp drei Wochen.

Das ist wirklich enorm.

> Er war wirklich wieder fast wie früher - bis auf den Durchfall. Danach aber rapide Verschlechterung. Von einen Tag auf den Anderen.
>>Hier bin ich der Meinung, hätte der Tierarzt, der ihn zuletzt sah, sofort handeln müssen. Die letzten Tage hätten nicht sein müssen, davon hat der Vogel wirklich nichts Gutes mehr gehabt.
>- Ich konnte und wollte es nicht wahrhaben das es schon aus sein soll. Ich hoffte noch auf ein Wunder. Ich wollte ihm nie wehtun und trotzdem mußte er so leiden.

Sei nicht traurig, Connie, jeder macht mal einen Fehler. Du hast gehofft, daß der Vogel sich wieder erholt und tatsächlich ist diese Aktivphase von drei Wochen auch ungewöhnlich intensiv. Da kann man sich schon mal vertun. Sollte Dir, was niemand hofft, noch einmal ein solcher Fall passieren, weißt Du, daß die Beobachtung über Freßverhalten und Kotabsetzen und Brustbeintest Dir die Möglichkeit geben, etwas objektiver den körperlichen Zustand zu beurteilen. Dann bekommt man mit, wenn es nicht mehr weiter geht und man handelt dann, wenn es wieder einmal bergab geht, entschlossen und überzeugt.

Gruß, Silke.




Antworten:


[ Das Sittichfreunde-Forum von Sittiche Online ]