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Re: Die kranke Dame


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Geschrieben von Nova am 26. Oktober 2000 13:27:18:

Als Antwort auf: Re: Die kranke Dame geschrieben von Silke am 26. Oktober 2000 12:54:22:

Au warte du machst mir jetzt echt Angst.

Erstmal zum Thema "Grippe" den Begriff hab ich gerade selbst geschrieben. Der arzt hats nicht so ausgedrückt. Er meinte lediglich Infekt..jetzt hast du mich ganz schön ärgerlich auf die Tierklinik gemacht.. ich denke ich werde zu einem spezialisten gehen...
Sie hat eine spritzen bekommen. Sie hat es auf die brust gerieben bekommen und ob sie angeschlagen haben, kann ich noch nicht beurteilen. Sie ist ja nicht teilnahmslos, sie reagiert schon auf mich, läuft bischen rum.
Den Ausschlag für einen Arztbesuch hat ergeben, dass sie aufgeplustert auf der Stange sass und auf einmal runtergefallen ist. Ich rief beim Arzt an und der meinte ich solle sofort vorbeikommen. Sprachs, Vogel geschnappt und hingefahren.
Sorry, wenn ich mich ein bischen sehr ungenau ausgedrückt hatte. Noch mal in der Zusammenfassung die Dinge, die mir aufgefallen sind:

- Atemgeräusche
- verminderte Futteraufnahme
- aufgeplustertes Federkleid
- Gleichgewichtsstörungen
- Durchfall

Was hat der Arzt getan? Vitamin A und Antibiotika aufs Brustbein eingerieben, ein Aufbaupräparat gegeben Dosis 3 Messerspitzen ins Futter mischen oder direkt füttern (kann ich knicken weil sie es verweigert) und am Samstag tanze ich zum 3. Mal zur Nachuntersuchung an.

Ich hoffe, dass das jetzt alles bischen klarer wird.

Danke Silke für deine ausführliche Antwort, das hat mir weiterholfen. Ich werd den Tierarzt darauf aufmerksam machen, dass mir das alles etwas vage war.

Grüsse, Nova


>Also eine "Grippe" finde ich doch abenteuerlich. Selbst, wenn wir als Menschen krank sind, weiß doch jeder, daß die "Grippe" gar keine Grippe ist. So kann der Vogel einen Atemwegsinfekt haben (Lungenentzündung). Dann kann man dies durch Atemgeräusche, gleichzeitig mit Schnupfen, diagnotizieren. Meistens hat man auch einen Anhaltspunkt, wobei sich der Vogel erkältet haben könnte.
>Kommt noch Bindehautentzündung dazu oder gar noch einseitig, muß man dringenden Verdacht auf Psittakose haben. Auch bei schweren, unspezifischen Erkältungskrankheiten ist eine Kotuntersuchung zweckmäßig. Es muß auch stutzig machen, daß das Antibiotika (Du weißt leider nicht Präparat und Dosis?) nicht angeschlagen hat.
>All diese Spekulation hätte man vermeiden können, wenn sofort und in jedem Fall bei einem erkrankten Vogel vor der Antibiotika-Gabe eine Kotuntersuchung und ein Kropfabstrich genommen worden wären. Das Problem ist nämlich auch, will man das jetzt nachholen, werden die Ergebnisse verfälscht dargestellt. Eine saftige Chlamydia-Infektion könnte beispielsweise nach der Gabe als grenzwertig dargestellt werden. Dann ist damit eine Psittakoseinfektion verschleiert, die mit Sicherheit wieder durchschlägt und dann dem bereits geschwächten Vogel kaum eine Chance läßt. Und es muß ja auch nicht mal Psittakose sein. Es gibt vielfältige Infektionen.
>Das Problem mit den Spritzen ist ja, schlagen sie nicht an, bricht die große Panik aus. Der Vogel verliert mit jedem Tag Abwehrkräfte, die späteren Untersuchungen sind nicht so zuverlässig wie jene, die man zu Beginn hätte machen können und vielleicht drängt auch die Zeit...
>Aber ich denke, Du kannst in dieser Situation trotzdem nur die versäumten Untersuchungen nachholen lassen, in der Hoffnung, daß man daraus etwas entnehmen kann. Ansonsten muß freilich noch abgeklärt werden, ob hier wirklich Symptome für eine bakterielle Infektion vorliegen.
>Atemnot allein kann auch auf einen Tumor oder auf Herz-Kreislauf-Probleme zurückzuführen sein, nur mal als Beispiel oder aber auf Atemwegsparasiten.
>Was ist denn überhaupt genau passiert, daß Du den Vogel zum Arzt gebracht hast?
>Gruß, Silke.





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