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Anbei Silkes Antwort


[ Das Sittichfreunde-Forum von Sittiche Online ]


Geschrieben von Claudia B. am 04. Oktober 2000 22:06:55:

Als Antwort auf: ?????? geschrieben von Meike am 04. Oktober 2000 20:55:56:

Hallo Meike!
Schicke Dir einfach mal die Mail rüber, die ich heute von der Silke netterweise erhalten habe!
Lieben Gruß Claudia
P.S. Ich war heute bei der Taubenklinik, es war wohl zum Glück nur ein Windei und es scheint alles wieder in Ordnung zu sein. Mir ist ein riesen Stein vom Herzen gefallen.

Silkes Antwort:
Zu der Legenotgeschichte... Man kann hier aus der Entfernung wirklich schlecht raten, denn um die Sache einigermaßen treffend beurteilen zu können, hätte man das Ei sehen müssen...

Es hängt wirklich von der Schale ab, ob die Henne es bereits überstanden hat oder doch noch Probleme bekommen wird. Da sie aber wohlauf ist, scheint es wohl eher harmlos abgelaufen zu sein.

Die Eischale kann dünnwandig und hart, aber auch weich und hautartig, also gar nicht scharfkantig sein. Selbst so ein Ei, was nahezu gar keine Schale hat, sondern nur eine pergamentige Haut, kann Legenot verursachen, denn der "Pfropfen" paßt sich ja der Muskulaturbewegung an, bewegt sich, statt ausgetrieben zu werden, auf der Stelle. Reißt die Hülle beim Ausmassieren auf, fließt der Inhalt ab und die Hülle wird ausgeschieden. Setzt die Henne noch weiterhin vergrößerte Kotballen ab, kann es sogar schon mal unbemerkt passieren.

Eine Eischale kann aber auch dünnwandig und hart sein. Dabei ist sie nicht Auslöser der Legenot wie die weiche dünne Schale, sondern verkompliziert nur die vorhandene Legenot, dann dann wird's lebensgefährlich. Die dünnwandigen Areale (meistens sieht die Schale dann aus, als sei sie stellenweise durchsichtig, wie öliges Papier) könnten unter dem Druck nachgeben und brechen. Die Splitter sind scharfkantig und verletzen den Darm, mal nur leicht, indem sie die Schleimhaut verletzen, was auch sehr unangenehm ist und Beschwerden verursachen kann, wenn es Infektionen nach sich zieht, manchmal aber verletzen die Tiere sich auch schwer, wenn die Darmwand perforiert wird und es zu schweren Bauchhöhleninfektionen kommt, bei denen man leider wenig Chancen hat. Diese Tiere sind aber bereits nach wenigen Tagen todkrank.

Anhaltspunkt, ob es Verletzungen überhaupt gegeben hat, kann vielleicht die Tatsache bieten, daß oder daß kein Blut (von kleinen Blutspuren vielleicht mal abgesehen, die könnten durch die Reibung der Schleimhaut schon verursacht worden sein) bei der Eientfernung zu sehen war.

Ich denke mal, daß die Eientfernung ohne große Komplikationen abgelaufen ist, sonst hätte die Geflügelklinik den Vogel sicherlich zur Überwachung dabehalten oder auch Antibiotika zur Infektionsvermeidung verabreicht oder zumindest die zwingende Kontrolle empfohlen.

Ich denke auch, daß Dr. Pieper die Situation ähnlich einschätzt, denn ich habe den Kai als einen sehr sorgfältigen und kompetenten Vogelarzt kennengelernt, soweit ich das einschätzen kann, und würde ihm und seiner Wertung deshalb vertrauen. Natürlich hat auch er das Tier erst anschließend gesehen, hat aber keine besonderen Auffälligkeiten, die wohl beachtet werden müßten, feststellen können.

Wenn die Henne also sich weiterhin zusehends erholt und keine Auffälligkeiten zeigt, würde ich es auf sich beruhen lassen, wenn Du unsicher bist oder sie Dir irgendwie komisch vorkommt, kann man den Vogel röntgen, um zu sehen, ob es noch irgendwo Eiablagerungen oder Kotstauungen durch Darmverwicklungen oder -verwachsungen oder was auch immer gibt und dann sofort operieren. Allerdings bleiben schwerwiegende Probleme nicht wirklich verdeckt, der Vogel müßte also gelegentlich Schwäche zeigen. Insofern bin ich da eigentlich optimistisch.

Und ich denke, um Deinen Nymphie mußt Du Dir nicht allzugroße Sorgen machen. Behalte sie noch ein bißchen im Auge und wenn sie aber weiterhin fit und munter ist, ist alles i. O.

Gruß, Silke

>Welcome back Silke. :-)))
>Könntest Du das Ergebnis Deiner Mail verraten? Würde mich brennend interessieren. Ich hätte gedacht dass das wegen der Verletzungsgefahr nicht ohne ist, was vielleicht auch wieder abhängig davon ist, wie weichschalig das Ei ist (?). Ich hab mal meine Fachbücher hervorgekramt und da steht nichts näheres. Wäre lieb, wenn Du das nochmal erklären könntest. :-)
>Meike





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