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Re: Kein Zusammenhang: Rupfen - Wasserabweisendes Gefieder!


[ Das Sittichfreunde-Forum von Sittiche Online ]


Geschrieben von Silke am 20. Juli 1999 at 15:18:17:

Als Antwort auf: Re: Kein Zusammenhang: Rupfen - Wasserabweisendes Gefieder! geschrieben von Birgit am 20. Juli 1999 at 09:50:16:

Hallo Birgit,

>>Hast Du sie je rupfen sehen? Ein Rupfer rupft nicht unter den Flügeln, sondern hauptsächlich am Bauch, ich bin also eigentlich der Meinung, daß Dein Vogel gar kein Rupfer ist, sondern ein anderes Problem mit seinem Gefieder hat, das kann aber unterschiedlichster Art sein...
>Ja, ich habe sie rupfen sehen. Ich bin mir nicht sicher, warum Du nachfragst, vielleicht meinst Du, daß die Federn einfach ausgefallen sind, aber das ist nicht der Fall.
>Sie putzt sich ganz normal und wenn sie auf eine etwas nachgewachsene Feder stößt (so eine, die nur ein paar Millimeter lang ist und noch im Kiel steckt), fängt sie manchmal an, daran zu ziehen, bis sie sie ausgerupft hat und kreischt dabei auch ein bißchen, weil ihr das ja weh tut.

Wenn sie gezielt bestimmte Federn auszieht, denke ich umso fester an eine pathologische Ursache, also an ein medizinisches Problem und nicht an eine Verhaltensstörung. Ursache für dieses Rupfen können juckende Ekzeme, Parasiten, Fehlbildungen der Federn, aber auch lose sitzende Federn, die wiederum die unterschiedlichsten Ursachen haben können, sein.

Deine Bemerkung, daß der Vogel auch am Hals Federn verliert, denn so würde ich es schon erst einmal nennen, denn die Bezeichnung "Rupfer" im eigentlichen Sinne ist dann ja irreführend, macht mich allerdings hellhörig. - Bist Du sicher, daß sie diese Federn selbst erreichen kann oder könnten sie ggf. lose gewesen und schon beim Köpfchenreiben oder Kraulen des Partners ausgefallen sein? - Dies wäre ganz wichtig zu wissen...

>>Das weist auf eine mangelnde Fettbeschichtung der Federn hin, Ursache kann eine verstopfte Bürzeldrüse sein, so daß der Vogel nicht genügend Fett zur Gefiederpflege aufnehmen kann. Ob noch weitere Probleme vorliegen und zur Behandlung der wahrscheinlich vorhandenen solltest Du dringend einen Vogelspezialisten aufsuchen, gerade bei Gefiederproblemen sind Kleintierärzte oft überfordert...
>Ich wohne auf dem Land, und da einen Vogelspezialisten zu finden, dürfte ziemlich schwierig sein.

Es kommt drauf an, manchmal findet sich aber schon an der Stadtgrenze und manchmal aber auch direkt auf dem Land ein Spezialist.

Sollte ich nicht doch meinem Kleintierarzt erst mal eine Chance geben? Oder glaubst Du, daß ihr das mehr schaden als nützen könnte?

Sicherlich kannst Du es erst einmal probieren. Es wäre nur wirklich viel verlangt, wenn dieser alle möglichen Gefiederprobleme kennen würde und diese Aspekte berücksichtigen kann. Das wichtigste vor allem wäre, daß er offen zugeben würde, wenn er sich seiner Sache nicht sicher ist und das habe ich bis jetzt noch nie bei einem Kleintierarzt erlebt bzw. auch nur von wenigen gehört, daß sie zu Experten geschickt wurden. Lieber wurden 100 Mittelchen gegen Milben oder gar Antibiotika verordnet und spätestens da hört bei mir der Spaß auf. Das schadet wirklich mehr als es nützt.

Aber, es muß ja nicht unweigerlich so sein, Du kannst es ja versuchen. Prinzipiell kann ich aber jedem Vogelbesitzer nur ans Herz legen, einen spezialisierten Arzt ausfindig zu machen.

>Hat jemand Erfahrung mit "verstopften Bürzeldrüsen" und kann mir sagen, wie der Tierarzt behandelt hat? Dann könnte ich ja sehen, ob mein Tierarzt das drauf hat ...

Dazu müßte man auch 100%ig sagen können, daß meine Vermutung auch tatsächlich zutrifft. Solche Ferndiagnosen können vielleicht ein Anhaltspunkt sein, diesem Hinweis nachzugehen, aber eine zuverlässige Diagnose ist das auf gar keinen Fall, auch wenn sich die Vermutung stark aufdrängt. Man müßte die Bürzeldrüse zumindest in Augenschein nehmen und abtasten, um genaueres zu sagen.

Wenn Du den Tierarzt aber prüfen willst, ob er überhaupt Ahnung hat, dann stelle immer Fragen, was er vermutet, was es sein könnte usw. Speist er Dich mit der Bemerkung "Milben" ab, ohne die Parasiten wirklich gesehen zu haben, solltest Du eher mißtrauisch sein. Guckt er sich aber auch die Haut des Tieres nach Veränderungen an (Ekzeme), prüft er ggf. mitgebrachte, ausgefallene Federn, ob sie normal gebildet sind oder ob sie Parasitenschädigung aufweisen, sieht die Sache schon vertrauenswürdiger aus, so würde ich jedenfalls an die Sache herangehen...

Nach Deiner Beschreibung sollte er eigentlich auch die Bürzeldrüse checken, denn eine Durchnässung des Gefieders kann eigentlich nur passieren, wenn der isolierende Fettfilm fehlt, der beim Putzen aufgetragen wird. Zumal das Tier ausgiebig putzt, wie Du schreibst. Das würde dann eher auf einen Juckreiz hinweisen, der entweder durch Parasiten oder Hautveränderungen ausgelöst werden kann. Sehr merkwürdig ist dabei auch, daß der Vogel offensichtlich sehr junge, noch nicht entfaltete Federn gezielt ausreißt, da muß man nachhaken.

Aber das ist jetzt so mein subjektives Empfinden, das mußt Du aus dem Bauch heraus entscheiden.

Da fällt mir ein, diese Federn müßten doch nicht nur wehtun bei Ausreißen, sondern u.U. auch stark bluten? Ist der Kiel -wie üblich - blutgefüllt oder eingetrocknet oder auch deformiert oder verkürzt? Es gibt auch gefährliche Infektionen, die solche Anzeichen haben, aber das ist dann wirklich was für den Spezialisten, zumal den Test dazu auch nur Speziallabors machen können, allerdings spricht die offensichtliche Schmerzempfindlichkeit eigentlich gegen diesen Verdacht...

Gruß, Silke.




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