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Re: Was gebt ihr eure Wellis grad an Obst und Gemüse?


[ Das Sittichfreunde-Forum von Sittiche Online ]


Geschrieben von Silke am 30. März 2000 09:38:37:

Als Antwort auf: Re: Was gebt ihr eure Wellis grad an Obst und Gemüse? geschrieben von Meike am 29. März 2000 16:37:53:

Liebe Laura,

es eignen sich viele Obst- und Gemüsearten zur Fütterung, wichtig ist, darauf zu achten, daß sie nicht gespritzt sind oder dann lieber schälen. Bei Gemüsen sollte man Avocado dringend ausklammern (ist giftig für Vögel) und natürlich auch grüne Bohnen. Sehr gern gefressen werden frische Kräuter (Petersilie, Rosmarin, Basilikum - aber auf Pflanzenschutzmittel achten, am besten sind sie aus dem eigenen Garten oder von der Fensterbank)- frische Sprößlinge von Erbsen (die grünen Triebe junger Pflanzen), Möhren mit Kraut, Radieschen, Chicorrée, Feldsalat, grüne Schoten, Paprika, Mais (nur wenig, denn es ist vollwertiges Getreide), aber auch frische Wildpflanzen (natürlich Vogelmiere), aber auch Vogelwicke (m. Samenstände), Wegerich (m. Samenständen), Hirtentäschel (m. Samenständen), Löwenzahn, Huflattichblüten, Schafgarbe, frische Grassaaten in der Rispe und vieles mehr.

Im Herbst sollte man unbedingt einen Vorrat vollreifer Holunderbeeren sammeln und auch einen Teil einfrieren. Manche nehmen auch Eberesche und Weißdorn. Aber auch Wildsaaten wie Hainbuche, Birkensamen oder gerade jetzt frische Zweige mit Knospen oder Blättern sind ganz wichtig (Rinde enthält viele Spurenelemente und bei Weide sogar in geringer Dosis entzündungshemmende Stoffe: Salicylsäure).


>eigentlich kann man fast alles geben, Weintrauben, Birnen, Apfelsinen, Beeren (Erdbeeren z.B.) usw. Von Kernobst (Kirschen, Pflaumen) sollte man eher absehen,

Warum? Kirschen und Pflaumen dürfen die Geier beruhigt fressen. Auch Brombeeren, Johannisbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren usw.

Meike hat vielleicht daran gedacht, daß manche Geier auf Stoffe in der Rinde einiger Prunus-Arten empfindlich reagieren. Das ist aber recht selten und wenn man bemerkt, daß eben ein Vogel nach dem Beknabbern von einem Kirschast ein bißchen Durchfall bekommt, tauscht man ihn aus. Mit den Früchten dieser Bäume hat das nichts zu tun. Auch vertragen die meisten Geier die Steinobstbaumäste sehr gut.

>Meine Sittiche fressen auch gerne "Vogelwiese Immergruen" oder entsprechendes von Vitakraft (ich glaub Biogreen nennt sich das, wird von meinen aus irgendeinem Grund aber nicht ganz so gerne gefressen).

Von diesen Sachen bin ich allerdings nicht so begeistert. Ich habe auch einmal diesen Ansaatbehälter gekauft und das Zeug hat immer geschimmelt, auch wenn es eigentlich gekeimt hat. Da vergammelte der Schaumstoff-Wasserversorger und dann der Sand und schließlich stank die ganze Brühe. Da wäre ich also eher zurückhaltend, denn Schimmel ist Gift für die Wellis.

Wer gerne frische Hirsesprossen oder grüne Hirserispen geben möchte, die auch sehr gesund sind, sollte lieber einige Körner Futter in Blumentöpfen aussäen und die Triebe abschneiden. Im Garten wachsen die Pflanzen so gut heran, daß man ganze Rispen ernten kann.

Grünfutter gehört täglich auf den Speiseplan der kleinen Schniepser. Je mehr Grünfutter sie fressen, desto besser ist ihre Vitaminversorgung gewährleistet und auch desto weniger fettreiche Saaten stopfen sie sich hinein. Wer ausgiebig Grünfutter in vielfältiger Zusammenstellung bietet, kann gänzlich auf die umstrittenen künstlichen Vitamine verzichten. Nicht vergessen darf man allerdings auch, daß die Vögel auch ungefiltertes Sonnenlicht für ihre Vitamin-D-Versorgung brauchen. Das heißt nicht, daß der Käfig ab sofort hinter der Glasscheibe im Fenster steht, sondern, daß man ihn an einem sonnigen, milden Tag für 10 oder 20 Minuten an einen geschützten Ort ins Freie stellen sollte.

Und laß Dich nicht entmutigen, wenn die Vögel sich nicht sofort auf das neue Grünfutter stürzen, Wellis sind reine Futterskeptiker. Immer wieder in kleinen Mengen anbieten, das ist nur die Furcht vor dem Unbekannten.

Es ist sehr wichtig, daß sie viel Grünfutter fressen, denn viele häufige Erkrankungen (Kropfentzündungen, Verhornungen etc.) werden durch Vitaminmangel begünstigt. Eine gesunde Haut und gesunde Schleimhäute wehren Erreger und Parasiten viel leichter ab, als eine gestreßte und angegriffene.

Gruß, Silke.




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