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Re: Hilfe - kranker Wellensittich


[ Das Sittichfreunde-Forum von Sittiche Online ]


Geschrieben von Silke am 18. Juni 1999 at 11:50:24:

Als Antwort auf: Re: Hilfe - kranker Wellensittich geschrieben von Tina am 17. Juni 1999 at 20:11:00:


>danke für Deinen Beitrag. Du scheinst über ein sehr fundiertes Wissen zu verfügen - man merkt,daß Du Dich mit Wellis auskennst.

Danke für die Blumen... Man lernt immer was dazu, besonders, wenn man hauptsächlich kranke Vögel einsammelt und pflegt, irgendwann weiß man schon ein bißchen Bescheid...;-) Glücklicherweise habe ich eine absolut patente Vogelärztin.

>Zu Deinem Kommentar bzgl. Kotprobe beim Tierarzt wg. Verdacht auf GLS: Es hatte keinen Befund ergeben!

Auch keine Blutspuren? - Ich würde die Untersuchung jetzt noch einmal wiederholen lassen, manchmal ändern sich die Befunde, d. h. die Ausscheidung der Bakterien ist nicht immer gleich, besonders _nach_ der Antibiotikakur dürfte die Zahl zurückgegangen sein und auch gesunde Vögel zeigen ja einen gewissen Teil dieser großen Bakterien, weshalb man sich immer noch streitet, ob diese "Megabakterien" wirklich Auslöser der Erkrankung oder nur Begleitsymptome sind...

Aber, ein negativer Befund wäre natürlich schön, den GLS ist echt nicht heilbar, nach wie vor...

>Zu Deiner Anmerkung "Verlust wg. Kropfentzünduing muß nicht mehr sein". Schön wär´s - hier sind wir wieder bei der "Vogel- Qualifikation" der Tierärzte.

Da gebe ich Dir voll und ganz recht. Deshalb kann man die Leute nur immer wieder aufklären, auf welche Untersuchungen sie im Falle des Falles bestehen sollten.

Es wurde gar nicht erst auf verschiedene mögliche Ursachen (auch Pilze etc.) untersucht, es ging gleich und nur mit Antibiotika los.

Genau das ist der Grund, weshalb die Kropfentzündungen, die durch Pilze ausgelöst wurden, dann oft tödlich enden... Antibiotika helfen nur gegen Bakterien, bei Pilzinfektionen können sie sogar die Pilzausbreitung fördern... Trotzdem sehe ich ein, daß in besonders schweren Fälle nicht die Laborauswertung abgewartet wird, sondern gespritzt wird, bzw. Antibiotikum in den Schnabel gegeben wird, da gehandelt werden muß. Deshalb sollte man sofort reagieren, wenn der Vogel würgt und Körner und Schleim ausspeit...

>Zu den Problemen mit Antibiotika- Kuren: Hier hilft ganz prima - vielleicht kennst Du es ja auch noch nicht- die Gabe von Bird Bene Bac, um die Darmflora wieder aufzubauen.

Ja, diese Paste kenne ich aus sämtlichen Futtelmittelkatalogen, habe sie selbst aber nie benutzt, die Darmflora kommt auch ohne wieder recht schnell auf Trab, wenn der Vogel die Infektion erst einmal überstanden hat, das erstere ist schwieriger, je nach Gesundheitszustand...

>Ist bei meinen Piepsern, auch nach Streßsituationen - wie Reisen- immer gut angekommen.

Ohne Antibiotikabehandlung würde ich aber sehr vorsichtig damit umgehen, schließlich ist es auch bei den "nützlichen" Bakterien wie mit allem, zuviel macht auch krank. Es gibt einige Erkrankungen, die einfach daraus resultieren, daß Bakterien, die normalerweise im Darm vorkommen, aus dem Gleichgewicht geraten sind und sich unkontrolliert vermehren, also das Immunsystem des Vogels überfordern...

>Übrigens geht es Rasti immer noch prima - seit ca. 1 Woche ist die Lähmung weg und er freut sich wieder ungetrübt seines Lebens und seines Spielkameradens.

Das ist höchst erfreulich...

>Hast Du übrigens eine wirklich gute Idee, wie ich meinen 2. Welli - Maxi- endlich handzahm bekomme. Ich erwarb ihn 10/98, nachdem Rudi an der Kropfentzündung gestorben ist. Leider hat er sich nichts von dem eingewöhnten, zahmen Vogel abgeschaut und nachgemacht

Wenn Du annehmen mußt, daß der Vogel eine Psychose hat, das ist gar nicht so selten, hilft manchmal nur, ihn soweit zu ignorieren, daß er sich unbeobachtet und damit ungefährdet fühlt. Es hilft z. B., wenn man dem Vogel eine Leckerei anbietet, ihn nicht anzuschauen und die Kolbenhirse so hinzuhalten, daß man sie nicht auf ihn hinbewegt, sondern nur in seine erreichbare Nähe bringt.

Auch eine Handfütterung durchs Gitter (Hirse davorhalten, so daß er durch das Gitter picken kann) hilft, die Angst vor der Hand abzubauen.

Trotzdem braucht man dazu viel Geduld und Fingerspitzengefühl und immer einen Sensor dafür, wann der Vogel sich ängstigt und bedrängt fühlt. Dann sollte man ihn in Ruhe lassen.

Es funktioniert aber, daß man jeden Vogel halbwegs zahm bekommt. Natürlich gibt es welche, die eine bestimmte Angst (die vor der offenen Hand oder ähnliches) nie ablegen, aber etwas zutraulicher bekommt man sie immer...

Gruß, Silke.




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Eva Marbach      Go-Shopping


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