Re: Wellensittich-Nachwuchs
[ Das Sittichfreunde-Forum von Sittiche Online ] Geschrieben von Petra am 17. Oktober 2000 19:05:00:
Als Antwort auf: Re: Wellensittich-Nachwuchs geschrieben von Thomas Thaler am 16. Oktober 2000 19:30:53:
Hallo Thomas,
leider kann ich Dir von hier aus keine Aussage machen, welches Tier ein Männchen und welches ein Weibchen ist. Bei dem Vogel "weiß mit schwarz" kann es sich um einen rezessiven Schecken handeln. Bei dieser Züchtung ist auch bei den Männchen die Nasenhaut niemals richtig blau. Die Mutter der Jungvögel müßtest Du noch auf den kleinen "Fleischklumpen" finden, da diese noch gewärmt werden müssen. Wenn man die Wellensittiche im Schwarm brüten läßt - wie es bei Dir ja unbeabsichtigt passiert ist - kann es schon vorkommen, dass ein anderes Männchen, obwohl er gar nicht der Vater ist, ab und zu mitfüttertn möchte. Normalerweise wird er von den richtigen Eltern mächtig vertrieben, manchmal werden die Tiere blutig gebissen. Schließlich wollen die Elterntiere nicht Gefahr laufen, dass ihren Küken etwas zustößt. Doch in Deinem Fall sind sie wohl alle recht friedlich, und den Küken kommt es zugute, weil sie schneller satt werden. Zu den Temperaturen: Deine Küken werden in ca. 3 Wochen flügge sein. Bis dahin werden sich (hoffentlich) wohl noch keine Minustemperaturen einstellen. Du hast sie ja im letzten Jahr im ´Winter ins Haus geholt. Das war richtig. Du solltest dies immer tun, wenn die Temperatur unter 2 Grad sinkt. Manche Züchter sind der Meinung, dass die Vögel auch Frost gut verkraften - sie lassen die Wellis bei minus 10 Grad draussen. Sie haben zwar auch ein Schutzhaus, aber unbeheizt. Ich bin für soetwas nicht, ihnen frieren die Zehen ab! Unsere domestizierten Wellis sind in der Tat viel unempfindlicher als ihre Kumpel in Australien, trotzdem: Frieren muss nicht sein.Noch ein Tipp: Wenn Deine Küken aus dem Nest geflogen sind würde ich an Deiner Stelle, falls Du Bade- und Trinknäpfe auf dem Boden stehen hast, diese nur soviel füllen, dass sich höchstens 1 cm "Wasserhöhe" darin befindet. Frisch ausgeflogene Jungtiere machen des öfteren Bruchlandungen, und in übervollen Wassergefäßen ist schon so manches ertrunken. Außerdem ist es ja jetzt nicht mehr warm und sie können sich erkälten wenn sie nass sind. Biete den kleinen Düsenjägern nach dem Ausfliegen viel Kolbenhirse an. Sie müssen ja das Selberfressen erst lernen, und die Hirse können sie schneller entspelzen.
Ich würde mich freuen, wieder von Dir zu hören!
Liebe Grüße, Petra