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Re: Sonnenblumenkerne


[ Das Sittichfreunde-Forum von Sittiche Online ]


Geschrieben von Silke am 05. Oktober 2000 10:57:07:

Als Antwort auf: Re: neuer Nymphensittich geschrieben von Meike am 14. September 2000 12:39:11:

Nur noch eine kleine Ergänzung: Sonnenblumenkerne machen nicht nur dick, sie sind auch hochgradig aspergillosebelastet und ziemlich oft ranzig.

Weder Nymphen noch Wellis noch andere australische Steppenvögel sind auf Sonnenblumenkerne angewiesen, denn sie ernähren sich von dem, was sie in der australischen Steppenlandschaft finden: Grassaaten, Wildsaaten, Beeren und vielleicht auch mal ein kleines Insekt, auch wenn das überhaupt noch recht umstritten ist.

Trotz dieser Magerkost sind sie enorm leistungsfähig. Der Körper hat sich über lange, lange Zeit an das Leben angepaßt, indem er Fett gut speichert und bei Bedarf freisetzt. So ziehen Wellensittiche während ihrer langen Nomadenzüge mit über 100 km/h pro Tag mehr als 100 km weit, Nymphen schaffen es mit ihrer Größe immer noch auf etwa 70 km/h und das bei wirklich spartanischer Kost. Warum also muß sich ein Wohnungsvogel mit ein bißchen Flatterfreiflug mästen? Er wird früher oder später krank, wenn er nicht ein bißchen Maß hält. Von allein wissen es die Tiere nicht, der Mensch muß das Futter zusammenstellen und portionieren. Nur, wenn das Futter in der richtigen Tagesdosis gegeben wird, frißt der Vogel auch die energieärmeren Saaten, die aber andere wichtige Elemente enthalten, die sein Körper braucht, aber nicht so lecker sind wie die fetten Hanf-, Hafer- und Sonnenblumensaaten. Das Maß für einen Nymphie pro Tag liegt um etwa 1 EL Körnermischung. Darüber hinaus sollte er ausreichend frische Kräuter und Obst und Gemüse bekommen. Mais allerdings ist kein Beiwerk, sondern vollwertiges und reichhaltiges Getreide.

Je nach herausgezüchteter Statur kann der Futterbedarf eines Vogels variieren. Das richtige Maß ist das, welches den Vogel bei optimaler Konstitution hält: gut tastbares Brustbein und feste, fettlose, gut entwickelte Brustmuskulatur. Wer einen optimal gebauten Vogel hat, sollte sein Idealgewicht notieren und ab und an kontrollieren. Der Nährstoffbedarf schwankt auch mit der Temperatur und natürlich zu Brut- und Aufzuchtzeiten. Ohne Brut und in Wohnungshaltung ist er aber weitgehend konstant.

Richtige Ernährung und viel Freiflug ist der wichtigste Schritt zu einem langen, gesunden Vogelleben. - Der richtige Partner der wichtigste zu einem glücklichen, langen, gesunden Vogelleben...

Gruß, Silke.






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