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Re: Wellensittich: Tumor oder Abszess, Homöopathie


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Geschrieben von Silke am 25. April 2000 15:30:28:

Als Antwort auf: Re: Wellensittich: Tumor oder Abszess, Homöopathie geschrieben von Luise am 22. April 2000 00:35:57:

Liebe Luise, liebe Meike,

zunächst, es ist ein Irrtum, daß Wellis Tumore erst nach zwei Jahren bekommen. Ein Großteil der Jungvögel erlebt das erste Lebensjahr nicht und stirbt zuvor an einem Tumor... Das ist eine Folge der Selektion bei der Züchtung...

Ansonsten muß ich Meike zustimmen. Sollte dies tatsächlich ein Tumor sein (das kann man wirklich nur nach der Sektion genau sagen), gibt es keine Behandlungschance.

Selbst Operationen sind so eine Sache. Die wenigsten Tumore sind tatsächlich operabel. Und selbst wenn sie operabel sind, ist die Wahrscheinlichkeit, daß neue Geschwulste wachsen, sehr groß, einmal ganz abgesehen von dem Risiko, daß der Vogel die Narkose oder den Eingriff selbst nicht übersteht oder nach erfolgreicher OP nicht die nötige Kraft hat, wieder auf die Beine zu kommen...

Bei einem Lipom mag das anders aussehen, dies kann man problemlos entfernen, aber ein Tumor im Körper... Das sehe ich erst einmal kritisch und würde mir mit einem wirklich fachkundigen Vogelarzt die Sache ganz gründlich überlegen, ob das Risiko oder der erhoffte Nutzen wirklich überwiegen.

Es kann manchmal auch besser sein, das Tier noch eine mehr oder weniger lange schöne Zeit leben zu lassen und wenn die Probleme sich deutlicher herausstellen und das Tier leidet, es rechtzeitig zu erlösen.

Das klingt hart, kann aber mitunter das beste für das Tier sein.

Bis dahin sollte der Vogel alles bekommen, was gut tut und seine Kondition steigert. Es gibt sicherlich "Hilfsmittel", das Wohlbefinden des Vogels anzuheben. Eine Wunderpille gegen Tumore gibt es aber leider nicht, weder in der Veterinär- noch in der Humanmedizin, es gibt zwar einige Mittelchen am Markt, die aber ihre Wirkung noch nicht bestätigen konnten. In diesem Falle sei aber alles gestattet, was nicht schadet. Insofern sollte man auch mit künstlichen Vitaminen vorsichtig sein, jedenfalls solange der Vogel sie in natürlicher Form geboten bekommt und auch zu sich nimmt.

Gruß, Silke.




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