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Re: mein Singsittich braucht eine Partnerin!


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Geschrieben von Silke am 12. Januar 2000 11:12:28:

Als Antwort auf: mein Singsittich braucht eine Partnerin! geschrieben von Ulrike am 12. Januar 2000 10:23:43:

Liebe Ulrike,

Dein Entschluß ist erfreulich, Dein nächster Gedanke könnte allerdings Deine guten Bemühungen sofort zunichte machen. Das Problem, wenn man zwei verschiedene Sitticharten vergesellschaften will, liegt niemals im Futter, sondern darin, daß artfremde Tiere sich nun einmal völlig fremd sind, daß sie sich nicht vertragen, daß sie sich ignorieren oder zumindest sehr verzweifelt sein müssen, um sich für einander zu interessieren.

Es wäre überspitzt es so zu formulieren, aber für einen Springsittich ist ein Nymphie oder ein Graupapagei nicht viel besser als für einen Menschen, dessen Partner ein Lemure oder Gorilla sein sollte. Seine Gesellschaft ist besser als nichts, macht aber trotzdem sehr einsam. Dann käme noch das Pech dazu, daß der Partner entweder viel zu klein oder viel zu überlegen ausfallen könnte. Mit einem Gorilla zu spielen, ist wahrlich nicht immer amüsant.

Die verschiedenen Sitticharten haben wenig gemeinsam, außer, daß sie beide Vögel und Papageienartige sind. Das reicht für eine Vergesellschaftung nicht aus. Es sollte also auf jeden Fall ein Artgenosse sein, den Du dazunimmst. Und wenn Du Deinem Springsittich einen Gefallen tun willst, beugst Du mit einem Umtauschrecht, welches Du beim Kauf vereinbaren solltest, insoweit vor, daß Du den neuen kurz darauf umtauschen könntest, falls die beiden Charaktere nicht recht zusammenpassen.

Auch in einer Art gibt es dominante und schüchterne Individuen und das kann zu Zank und Streit führen.

Man sollte also an diesen Schritt, der m. E. aber unumgänglich ist, mit etwas Bedacht herangehen. Die beiden Vögel steckt man keinesfalls sofort zusammen in einen Käfig, sondern hält den neuen zunächst separat, stellt sie nebeneinander und läßt sie sich bei einem gemeinsamen Freiflug "beschnuppern". Vertragen sie sich gut, ist es gut. Gehen sie zusammen abends in einen Käfig, kann man auf den zweiten verzichten. Tun sie es noch nicht, zanken aber auch nicht arg, sollte man etwas Geduld üben und sie sich an einander gewöhnen lassen.

Es ist nicht ganz unwahrscheinlich, daß Dein Springsittich nach der langen Einzelhaltung sich nicht sofort einem neuen Gefährten zuwendet, diese Rolle hast Du bereits in seinen Augen übernommen und er muß erst erkennen, daß er sich einen neuen Partner suchen muß.

Das kann so kommen, muß aber nicht. Jedenfalls solltest Du nicht überrascht sein, wenn.

Vermeidet man von Anfang an ungewohnte Enge mit den Neuen, kommt Revierstreit und Eifersucht gar nicht erst auf und es läßt sich viel Ärger vermeiden.

Sind die beiden erst einmal verbandelt, wirst Du schnell sehen, daß sich die Mühe gelohnt hat, denn ein glückliches Pärchen ist eine Augenweide für jeden Beobachter.

Gruß, Silke.




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