Re: Vielfarbensittiche und Halsbandsittiche
[ Das Sittichfreunde-Forum von Sittiche Online ] Geschrieben von Manfred am 25. Oktober 2099 19:03:50:
Als Antwort auf: Re: Vielfarbensittiche und Halsbandsittiche geschrieben von Silke am 13. September 1999 um 12:42:08:
>>Hallo,
>>wir überlegen uns, ob wir in einer weiteren Voliere entweder 1 Päärchen Halsbandsittiche oder Vielfarbensittiche zulegen sollten. Obwohl wir bereits bei meheren Züchtern nachgefragt haben, bekommt man über die Haltung doch sehr unterschiedliche Aussagen. Meine Fragen an Euch:
>>Kann man diese Tiere auch in der Wohnung halten und wenn ja,
>>wie groß sollte die Voliere sein?
>Vielfarbensittiche sicher - die Voliere sollte nicht kleiner als 2 m lang, etwa 2 m hoch und 1 m tief sein. Halsbandsittiche würde ich eher in einer großen Außenvoliere halten, sie können ihr Flugbedürfnis nicht in einer solchen Zimmervoliere befriedigen.
>>Kann man auch gleichgeschlechtliche Tiere verpaaren?
>Vielfarbensittiche: ja, wenn die Tiere charakterlich gut zusammenpassen. Eine Garantie dafür, daß sie nicht trotzdem ein Weibchen vermissen, gibt es natürlich nicht.
>Halsbandsittiche: auch ja, solange sie mit eintretender Geschlechtsreife nicht die Partnerin vermissen. Dann können sie recht aggressiv werden.
>Zwei Weibchen würde ich wegen der Gefahr der Dauerlegerei nicht unbedingt zusammenhalten. Besser ist immer ein Pärchen, wobei man durch Anpieken der Eier eine gewisse "Geburtenkontrolle" vornehmen kann, wenn dies das Problem ist. Australier (Vielfarbensittiche) reagieren auch gut auf Futterreduktion.
>>Wie Laut können die Vögel werden?
>Die Halsbandsittiche: recht laut.
>>Werden die Tiere mit viel Liebe und Zuwendung auch zahm?
>Eigentlich ja. Natürlich hängt das zum Teil auch von der individuellen Courage der Vögel ab und ob man ihnen mit der vielen Zuwendung nicht schon auf den Geist geht, sie sich also bedrängt fühlen. Da braucht es schon etwas Fingerspitzengefühl, so daß sie eine gewisse Neugier entwickeln.
>>Wie anfällig sind Mutationen (z.B. blaue Halsbandsittiche) gegen Krankheiten?
>Genauso anfällig wie alle domestizierten Vögel, die unter künstlichen Bedingungen bei uns leben. Sicherlich sind allgemein gesprochen die Mutationen und Schauzüchtungen anfälliger als die wildähnlichen, aber individuell kann natürlich auch mal eine Wildform krank werden und eine Mutation gesund sein.
>Ich würde auch hierin die Australier bevorzugen, die mit unserer trockenen Wohnungsluft besser zurechtkommen als beispielsweise die luftfeuchtigkeitsliebenden Afrikaner und viele Asiaten, die stets leicht entzündete Lungen haben und deshalb besonders schnell an Aspergillose und Co. erkranken.
>Wie gesagt, ich finde die Australier eigentlich günstiger, sie sind kleiner, etwas unkomplizierter - die Fütterung ist einfach, man kann Verfettungen leicht vorbeugen, wenn man sich daran hält, überwiegend Grassaaten zu füttern und einen Zusatz von möglichst verschiedenen Wildsämereien. Sie vertragen die trockene Raumluft besser, kommen mit Temperaturschwankungen leichter zurecht (sollte man aber nicht überstrapazieren, schließlich sind auch sie ja nachgezüchtet)...
>Das mal so von meinem Standpunkt aus.
>Gruß, Silke.