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Re: Kann das auch bei einem Welli helfen?


[ Das Sittichfreunde-Forum von Sittiche Online ]


Geschrieben von Silke am 13. September 1999 um 11:43:09:

Als Antwort auf: Re: Kann das auch bei einem Welli helfen? geschrieben von Sylvia am 04. September 1999 at 11:11:27:

Hallo Sylvia,

>Also, ich hab auch einen 8 Jahre alten Welli und der will auch nicht mehr fliegen, bzw. versucht es und das Ganze endet in einem Sturzflug. Ich habe es schon mit Kostumstellung versucht, Vitaminpräparate vom Tierarzt aber mittlerweile glaube ich, dass er einfach zu faul ist, sich zu bewegen .

Zu Vitaminpräparaten habe ich ja schon einiges gesagt. Zum Thema "Kostumstellung" läßt sich sicherlich noch einiges erörtern - bisher hat Futterumstellung und Flugtraining noch jedem Tier geholfen, ich kenne nicht eines, dessen Leistung sich nicht verbessert hätte. Da machst Du sicherlich noch etwas falsch oder hast eben eine andere Vorstellung, was Futterumstellung und -reduktion bedeuten.

Jedenfalls stimmt etwas nicht, wenn ein 8jähriger Welli nicht fliegen kann - wenn er einfach nicht mag, aber sonst gut fliegen kann, würde ich es wohl eher auf fehlende Animation schieben wollen, und fragen, ob er ein Einzeltier ist oder ggf. nur einen weiblichen Partner hat (weibliche Tiere sparen auch gern Energie).

Du kannst es bei Deinem Vogel probieren, ob etwas weniger und fettärmere Kost, mehr Obst und Salat und ein bisschen "Taining" Deinem Welli helfen, wieder ein Flugmeister zu werden.

Ein bißchen weniger und ein bißchen mehr Obst bringt gar nichts, da muß man schon etwas systematisch herangehen. Dazu muß die nötige Tagesration ermittelt werden, die sich aus energiearmen Sämereien zusammensetzen sollte, also vorwiegend Grassaaten, Hirsen und Wildsämereien mit sehr wenig Negersaat, Nachtkerzensamen etc. Ölsaaten sollten nur spärlich verfüttert werden.

Genau diese Ration, welche exakt die Menge darstellen muß, welche im Verlauf eines Tages restlos (nicht nur die leckersten Sorten) aufgefressen wird und außerdem das Gewicht auf ein Normalmaß halten. Herangehen sollte man mit etwa einem Teelöffel Sämereien pro Welli. Darüber hinaus gibts wirklich nur Obst und Grünzeug - halbreife Sämereien wie Gräser oder Mais gibt es nur unter Kürzung der Normalfuttermenge.

Besonders große Wellis (Standardsittiche) sollten einen etwas gehäuften Teelöffe Saaten bekommen.

Dann muß man die Diäterfolge regelmäßig durch Wiegen und zeitweise durch Abtasten des Brustbeines prüfen.

Nun werden die Vögel diese Hungerzeit nicht mögen, aber den Streß kann man ihnen erleichtern, indem man sie beschäftigt, und zwar am besten, indem man das Futter in einen großen Blumenuntersetzer (ca. 40 cm Durchmesser) mit Buchenholzgranulat oder Sand o. ä. schüttet. Zunächst obendrauf, damit sie kapieren, wo das Futter zu finden ist, später dann ruhig unterheben. So müssen sie sich etwas bemühen, um sich satt zu fressen, was aber den Vorteil hat, daß sie nicht aus lauter Appetit alles reinstopfen, sondern wirklich nur fressen, wenn sie hungrig sind. Außerdem muß man auf den Boden fliegen und wieder zurück, wenn der Magen knurrt. Ohne Fleiß keinen Preis.

Kein Vogel bewegt sich freiwillig bis zum Schweißtreiben, wenn er sich's auch fettgefressen auf einer Schaukel bequem machen kann. Aber so ist es eben am natürlichsten und gesündesten für das Tier...

Gruß, Silke.


>Also, versuch mal, ob sich was ändert, wenn nicht: man kann es nicht erzwingen, dass der Vogel zum fliegen anfängt.

Doch, genau das kann man.




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Eva Marbach      Digicams


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