Re: Rosenkoepfchen beißt sich in den Fuß
[ Das Sittichfreunde-Forum von Sittiche Online ] Geschrieben von Silke am 16. August 1999 at 10:41:04:
Als Antwort auf: Rosenkoepfchen beißt sich in den Fuß geschrieben von Andrea am 13. August 1999 at 14:05:54:
>wir haben seit knapp drei Jahren ein Rosenköpfchen-Pärchen.Wohl eher zwei Weibchen, also kein Pärchen!
Abgesehen davon, daß beide (!!) recht häufig Eier legen
>(vor denen sie dann allerdings wieder Angst haben und wir
>sie wegnehmen müssen) scheint alles o.K. zu sein.Wie meinst Du das mit dem "Angst haben"? Bis jetzt hört sich das für mich nur nach Dauerlegerei an, die allerdings nicht hingenommen werden dürfte, sondern die Weibchen müßten verpaart werden, damit die Gesundheit nicht leidet...
>Nun verhält sich die eine allerdings seit vergangenen
>Mittwoch etwas merkwürdig. Am morgen hüpfte sie von einem
>Bein auf das andere und "knabberte" sich immer wieder an
>selbigem, so als ob sie von einer Mücke/Biene gestochen
>wurde. Gegen Mittag hatte sich das dann gelegt und zum
>Wochenende hin hat sie mit diesem hin- und herhüpfen
>aufgehört. Sie knabbert sich aber immer noch, wenn auch
>sehr selten, an diesem Fuß und gestern früh war an einer
>Stelle sogar eine kleine Wunde.Da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder es liegt tatsächlich ein körperliches Problem vor (juckendes Ekzem, Parasiten) oder die Henne beginnt, sich selbst zu verstümmeln, was bei Dauerlegerinnen nicht ganz unwahrscheinlich ist. Wie auch immer - es muß dringend eine vogelärztliche (ich betone VOGEL, weil Kleintierärzte hier meist doch etwas überfordert sind) Diagnose gestellt werden, ob es körperliche Probleme gibt und wenn nicht dringend die Verpaarung in Angriff genommen werden, da solche Verhaltensweisen sich oft verselbständigen, d. h. das Tier läßt diese Unart u. U. auch nicht, wenn die Ursache für ihren Kannibalismus behoben ist. Dies ist umso wahrscheinlicher, je länger man damit wartet. Diese Tiere müssen dann eingeschläfert werden, da ein Weiterleben auf diese Art nicht vertretbar ist...
Gruß, Silke.