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Re: Schaum vor dem SCnabel


[ Das Sittichfreunde-Forum von Sittiche Online ]


Geschrieben von Silke am 23. Juli 1999 at 10:47:50:

Als Antwort auf: Re: Schaum vor dem SCnabel geschrieben von Jens F. am 23. Juli 1999 at 08:35:33:

>>Antibiotika kann man auch direkt in den Schnabel geben (Baytril), es schmeckt aber scheußlich.
>--> Hast du es schon selbst probiert? :-)

Das merkt man an den Vögeln...;-)

>--> Gibt es dieses Antibiotika eigentlich Rezeptfrei irgenwo?

Ja, beim Tierarzt...;-) Es empfiehlt sich ohnehin, sich das Präparat immer bei Bedarf dort zu holen, erstens wegen der Diagnose, zweitens, weil es auch verdirbt und drittens, weil man Antibiotika ohnehin nicht wahllos und prophylaktisch einsetzen sollte, wenn man nicht eines Tages sein böses Wunder erleben will... Übrigens sollte man dies auch bei Desinfektionsmittel, die sich leider wachsender Beliebtheit erfreuen, auch beherzigen. Durch die Tatsache, daß sich in großer Gemeinschaft (un)hygienebedingte Infektionen häufen, veranlaßt viele Züchter, ihre täglichen Versäumnisse durch regelmäßige Prophylaxe-Desinfektionen ausgleichen zu wollen. Damit aber basteln sie sich eigentlich die beste Zeitbombe, die es überhaupt gibt, denn nur die schwachen Keime werden abgetötet, aber einige starke überleben und entwickeln Resistenzen gegen die eingesetzten Mittel und stärken sich durch die Auslese enorm.

Fallen die Vögel ihnen dann zuletzt zum Opfer, ist kaum was zu machen, da sie ja auch ihre eigene Abwehr im Laufe der Zeit "heruntergeschraubt" haben und diesen starken Keimen hoffnungslos ausgeliefert sind. Sie mußten sich ja bis dahin mit diesen Keimen nicht herumärgern, wurden sie doch mit Baktazol und anderem immer gründlich bekämpft...

Deshalb sage ich immer, lieber regelmäßige Sorgfalt besonders bei Freß- und Trinknäpfen und Reinigung mit heißem Wasser und gelegentliches Auskochen bei schwierig zu reinigenden Gefäßen und man erspart sich eine Menge Ärger - die Tiere entwickeln gesunde Abwehrkräfte gegen die übliche Anzahl an Keimen, denn keimfrei ist keine normale Voliere, aber die Erreger werden trotzdem im Zaum gehalten. So sollten Infektionen doch eher selten sein.

Nur bei gefährlichen Infektionskrankheiten, die sich schnell ausbreiten können, kann eine "Desinfektionskeule" wirklich angesagt sein.

>>Wenn der Vogel über das Trinkwasser behandelt wird, solltest Du daran denken, ihm keine zu großen Trinkwasservorräte hinzustellen (...)
>--> Darauf hat uns unser Tierarzt auch schon hingewiesen. Frisches Wasser kriegen unser 18 Wellis ohnehin jedenTag. Die pumpen jeden Tag einen kleinen Papageiennapf(Durchmesser 8-9cm) ab.

18 Wellis sitzen in einer Voliere, aber einer hat nur die Symptome gezeigt? - Trichomonaden werden eigentlich leicht weitergegeben, in erster Linie über's Trinkwasser und über die Partnerfütterung...

Behandelst Du jetzt eigentlich alle oder nur den einen?

Da Du einen Papageiennapf (Edelstahl?) benutzt, ist eigentlich schon fast eine Hauptursache für solche lästigen Infektionen ausgeräumt, die Keime gedeihen nämlich am prächtigsten in den schwer zu reinigenden Ritzen von Wasserspendern. Diese müssen regelmäßig ausgekocht und mit einer separaten kleinen Flaschenbürste ausgebürstet werden. Mit täglich frischem Wasser allein ist es nämlich nicht getan, die Keime bilden einen gefährlichen Schlick in den Ritzen und vermehren sich - gerade bei warmer Witterung - rasant schnell...


>--> Ich glaube er befindet sich auf dem Weg der Besserung, zumindest ist der Schaum nicht mehr aufgetreten und er ist auch wieder recht aktiv.

Dann scheint das Mittel ja zu wirken und der Vogel schon so gut wie über'm Berg zu sein...

Gruß, Silke.




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