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Re: Was macht das Nymphiküken, Viviane?


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Geschrieben von Silke am 09. November 2000 16:06:44:

Als Antwort auf: Re: Was macht das Nymphiküken, Viviane? geschrieben von viviane am 09. November 2000 14:23:45:

Hallo Viviane,

ich will Dich nicht maßregeln, aber 20 Kilometer hätten mich nicht abgehalten, ganz bestimmt nicht. Wenn ich meine Vogelspezialistin aufsuchen muß, fahre ich 101 km, und zwar einmal hin und einmal zurück. Sicherlich tue ich das nur in wichtigen Fällen und wenn ich voraussetzen kann, daß der Vogel den Transport übersteht.

Bei 20 km hätte es ein Taxi ganz problemlos getan, auch eine halbstündige Busfahrt ist kein Problem für einen nicht ungewöhnlich schwachen Vogel, wenn er gut verstaut ist.

"Der Natur ihren Lauf" zu lassen, bedeutet, daß Tier krepieren lassen. Ich weiß nicht, ob ein Arzt, der mir einen solchen Tip gibt, wirklich ernstzunehmen ist. An einer Kropfstauung oder gar einem geplatzten Kropf einzugehen, ist eine Sache, die man niemandem wünscht, schon gar nicht seinem eigenen kleinen Küken. Ich denke, ich wäre bei einer solchen Antwort aufgebraust. Dieser Arzt scheint mir - mit Vorsicht gesagt - keinen besonderen Bezug zu Vögeln zu haben. Insofern bestimmt auch nicht die richtige Adresse für solche Probleme.

Ich würde aber vorbeugend den Wasseranteil im Futter erhöhen und häufiger, aber weniger füttern. Das dürfte im ersten Moment Komplikationen vermeiden. Wenn es aber öfter solche Probleme gibt, kommst Du garantiert nicht um einen Arzt herum, das ist sicher.

Umgedreht, wenn der Kropf tatsächlich schon zum Pendelkropf umgebildet ist, das Küken ist ja schon älter, ist es, denke ich, auch nicht reparabel. Man sollte also aufpassen, was man weiterhin füttert.

Wie gesagt, zu seltene und zu reichliche, aber auch zu dickbreiige Futtergaben sind Gift für den Kropf. Gerade der Wasseranteil muß in den ersten Lebenstagen besonders hoch sein, ja der Brei muß direkt dickflüssig sein. Der Fütterungsintervall eines ganz jungen Küken alle 2 Stunden, mit zunehmendem Alter größer und auch mit Nachtpausen. Wenn man da den Fehler macht, zu selten und damit zu viel zu füttern, schleichen sich solche Fehlbildungen ein, an denen die Vögel ein Leben lang zu leiden haben. Diese Vögel müssen in schweren Fällen immer separat gefüttert und mehrmals täglich gefüttert werden, was in Schwarmhaltung nicht leicht zu organisieren ist, weil sie sonst sehr häufig einen Kropfstau erleiden.

Gruß, Silke.




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