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Re: Zugluft


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Geschrieben von Silke am 24. Oktober 2000 10:05:50:

Als Antwort auf: Re: Zugluft geschrieben von Katrin am 24. Oktober 2000 08:51:53:

Hallo Katrin,

es ist ein Unterschied, ob er Durchfall hat, oder ob er vermehrt Harn ausscheidet. Das erste läßt auf eine Infektion vermuten, das letztere auf ein Nierenproblem (muß aber kein Tumor sein).

Sind die Nieren geschädigt oder entzündet, sollte der Vogel eine spezielle Trinklösung bekommen, die Mangel an Elektrolyten vorbeugt und die Harnausscheidung anregt. Nierenentzündungen sind oft Folge einer Bakterieninfektion. Wird eine Nierengicht festgestellt, ist eine Futterumstellung auf eiweißarmes Futter nötig.

Wie lange liegt denn die Tumordiagnose denn zurück? Ist es schon ein halbes Jahr her, denke ich, daß der Arzt sich geirrt hat, dann hätte der Tumor schon deutlich wachsen müssen.

Wie auch immer, ob Infektion oder Nierenschaden oder sogar Tumor, Möhren schaden nicht, sondern sind gesund und Dein Vogel kann und sollte sich ruhig damit den Bauch vollschlagen. Wichtig ist, auf die Qualität der Möhren zu achten, gammlige und überlagerte Gemüse sind nicht nur wertlos, sondern können auch Giftstoffe gebildet haben. Wenn also die Spitzen faulig sind, kannst Du sie ruhig wegschmeißen, die würde ich auch nicht mehr essen. Wenn er gern Obst und Gemüse mit süßlichem Geschmack mag, kann er auch etwas Mais (in Maßen, denn es ist sehr nahrhaft) oder auch Erbssprossen fressen. Dazu nimmt man ganz normale Trockenerbsen und sät sie in Töpfen auf der FEnsterbank aus. Die zarten Triebe schneidet man, wenn sie sechs oder mehr Zentimeter lang sind. Frischer und vitaminreicher gehts kaum.

Bei Nierenproblemen, wenn sie erwiesen sind und der Kot (das macht den Unterschied zum Durchfall) als Häufchen in der Mitte des Urinsees schwimmt, aber nicht verfärbt ist oder mit der Flüssigkeit zu einem Matsch vermengt ist, es muß also die Trennung zu erkennen sein, dann spricht man von Polyurie, also von der vermehrten Wasserausscheidung, die auf Nierenprobleme hinweist - dann wird es immer wieder vorkommen, daß der Kot wäßriger ist. Das ist ein Zustand, der sich selten beheben ist, die Nieren regenerieren sich kaum wieder vollständig, wenn einmal ein Schaden eingetreten ist. Deswegen sollte man nicht die Flüssigkeit entziehen, ganz im Gegenteil, da riskiert man die Austrocknung des Vogels, sondern sollte dafür sorgen, daß er immer genügend Flüssigkeit aufnehmen kann und damit die Entgiftung des Körpers unterstützen.

Es wäre fatal, dem mit Vogelkohle, Lößerde oder Grünfutterentzug entgegenwirken zu wollen. Auch Tees sind ganz besonders für nierenkranke Vögel sehr gefährlich, denn sie forcieren die Demineralisierung des Körpers.

Du solltest unbedingt, wenn Du den Arzt aufsuchst, auf diesen Zustand hinweisen, denn eine zeitweilige Polyurie tritt auch bei gestreßten Vögeln auf, der Arzt könnte das Symptom schlichtweg fehldeuten, wenn er einen solchen nassen Klecks sieht.

Gruß, Silke.




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