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Re: seltsame Paarbildung


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Geschrieben von Silke am 30. März 2000 14:14:12:

Als Antwort auf: Re: seltsame Paarbildung geschrieben von Karin Gr am 30. März 2000 08:35:52:

Liebe Karin,

>Es handel sich um 2 Ziegensittiche (m+w)
>um 2 Singsittiche (m+w) und einen (w?) Nymphensittich.

Aha, also (theoretisch) zwei Laufsittichpaare und ein einzelner Nymphensittich.

Wie gesagt, zu einer guten Verpaarung gehört nicht nur, daß der Partner ein Artgenosse passenden Geschlechts ist, sondern auch, daß die Charaktere etwas stimmen. Und die sind leider bei den Sittichen genauso sehr ausgeprägt wie beispielsweise bei Hunden oder auch schließlich bei Menschen. So wie es Typen gibt, mit denen Du Dich nicht um's Verrecken einlassen würdest (und das hat ja nicht nur mit Äußerlichkeiten zu tun), gibt es eben auch Vögel, die sich charakterlich absolut nicht grün sind. Das kann von einer Seite ausgehen, aber eben auch mal von beiden.

Will man es besonders gut und schonend machen, nimmt man einen Partner, der sofort akzeptiert wird und wo sich sofort eine tiefe Zuneigung entwickelt. Kann oder will man aus irgendwelchen Gründen nichts an der Konstellation ändern, muß man eben abwarten, bis die Tiere sich trotzdem zusammengerauft haben und aus der Not eine Tugend machen (Bist Du erst mal auf einer einsamen Insel auf unbestimmte Zeit fest, nimmst Du auch einen 60jährigen mit Gebiß und Zahnprothese, der völlig andere Interessen hegt. Wenn's auch nicht die große Liebe ist, besser ein solcher Mensch als gar keiner.)

Das kann freilich dauern und geht nie ohne Streß ab. Ein bißchen Erleichterung kann es schaffen, wenn die Partner nicht gar so eng zusammengepfercht sind oder wenn sie gar getrennte Käfige oder eine Trennwand im Käfig haben, so daß jeder sich bei Bedarf zurückziehen kann und bei Kontaktwunsch eben ans Gitter pilgert. Wenn man dann aufkeimende Zuneigung entdeckt, sollte man sie zusammenlassen. Wenn sie momentan aber sehr genervt auftreten, sollte man sie wirklich vorübergehend abtrennen.

Wie gesagt, Papageienvögel sind echte Individualisten und man unterschätzt sehr schnell ihren ausgeprägten Charakter und ihren Eigensinn, Intellignenz hat eben auch ihre unbequemen Seiten... So kann es eben durchaus sein, daß nicht der größte und kräftigste Hahn der begehrteste ist, sondern ein kleiner zurückhaltender Mickerling, je nachdem, wie es die Henne gern hat und umgedreht müssen Hähne nicht die energischste Henne am besten finden, auch wenn sie die Stärkste ist.

Gruß, Silke.




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